Ausstellungen des Museum Industriekultur der Jahre 2010-2014

"Eine deutsche Stadt im Ersten Weltkrieg. Osnabrück 1914 – 1918"

Sonderausstellung - vom 25.5.2014 bis 28.9.2014

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Das Museum Industriekultur zeigt vom 25.5.2014 bis 28.9.2014 im Magazingebäude in der Süberweg 50a, die Ausstellung "Eine deutsche Stadt im Ersten Weltkrieg. Osnabrück 1914 – 1918".

Das Museum Industriekultur ist beheimatet in der Geburtsstadt von Erich Maria Remarque, der in Osnabrück bis 1916 lebte und mit 18 Jahren zum Militär eingezogen wurde. Sein Roman "Im Westen nichts Neues“, der von den Schrecken im Ersten Weltkrieg an der Kriegsfront handelt, ist weltweit eines der bekanntesten Bücher deutscher Sprache und wurde 1930 in Hollywood verfilmt. Das Museum hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit der Ausstellung "Eine deutsche Stadt im Ersten Weltkrieg. Osnabrück 1914 – 1918“ , die Kriegsjahre in Osnabrück – somit an der "Heimatfront“ – aufzuarbeiten.

Der im August 1914 begonnene Erste Weltkrieg war kein Kampf zwischen Armeen, sondern zwischen Nationen in ihrer Gesamtheit, mit der Folge, dass die Trennung von militärischen und zivilen Bereichen aufgehoben wurde. Ganze Volkswirtschaften waren in das Kriegsgeschehen einbezogen, die industrielle Produktion wurde dahingehend ausgerichtet.

In der Ausstellung geht es darum, die Auswirkungen des industrialisierten Krieges auf kommunale Zusammenhänge aufzuarbeiten und darzustellen. Deshalb richtet sich der Fokus auf die "Heimatfront“ und die Auswirkungen des Krieges auf die Menschen in der Stadt. Die Militarisierung der Gesellschaft, die Mobilmachung und Kriegsbegeisterung gerade auch der jungen Generation, die Ernährungssituation, verwundete Soldaten in den Lazaretten, Frauen als Arbeitskräfte in der Rüstungsproduktion und die Lager für die Kriegsgefangenen, sind nur einige der behandelten Themen.

Um ein möglichst realitätsgetreues Bild dieser Jahre zeichnen zu können, wurden viele Hundert Exponate zusammengetragen. Zu einem beträchtlichen Teil stammen sie aus den hervorragenden Beständen des Niedersächsischen Staatsarchivs (u.a. Plakate, Feldpostbriefe und Fotografien). Darüber hinaus verfügt das Museum Industriekultur über umfangreiche Bestände zum Thema. Ausstellungstücke aus anderen Museen und zahlreiche Leihgaben von Privatpersonen aus der Region komplettieren die Schau.

Neben Fotografien, Tagebüchern und Plakaten sind Uniformen, Waffen, medizinische Geräte oder eigenwillige Kriegs-Souvenirs zu sehen. Die Fotografien dokumentieren die Begeisterung zu Beginn des Krieges, zeigen aber auch, wie wenig später Verwundete und Krüppel den Kriegsalltag mit bestimmen. Die massenhaft im Stadtbild auftauchenden Plakate, die für Sammlungen jedweder Art warben, verweisen auf die straff organisierte Mobilisierung der Heimatfront. In Tagebüchern und Briefen entdeckt der Besucher zunächst begeisterte Kriegsfreiwillige, die allerdings rasch an der Realität in den Schützengräben verzweifeln. Video- und Hörstationen mit Filmen und Wochenschauen, Musikbeispielen und Redeausschnitten ergänzen die Ausstellung.

Zu der Ausstellung erscheint ein Katalog und ein Rahmenprogramm wird die Ausstellung begleiten.

(Pressetext der Stadt Osnabrück)

"Kristin Petersmann. …was man sieht" - Fotografie-Ausstellung

Sonderausstellung - vom 26.1.2014 bis zum 16.3.2014

Das Museum Industriekultur zeigt vom 26.1.2014 bis zum 16.3.2014 in der Ausstellung "Kristin Petersmann. …was man sieht" New York-Fotos von Kirsten Petersmann.

Am Anfang stand ein Gespräch über Fotografie, über die ersten Gehversuche mit einer Kamera in New York und die erste Anerkennung, als ein Foto dort in einer Galerie gezeigt wurde. Schließlich, da das Museum Industriekultur seit jeher der Fotografie zugeneigt ist, diese sammelt und auch über eine Sammlung historischer Fotoapparate verfügt, kam die Frage, wie es wohl sei, mit einer klassischen, nicht digitalen Kamera zu arbeiten.

Die Gedanken führten dahin, dass die Fotografin vom Museum eine nicht ganz so betagte Kamera der Marke Hasselblad erhielt, um damit in New York zu fotografieren. Der Wunsch seitens des Museums war es, dort Aufnahmen zum Thema Arbeit zu machen, und zwar davon, "was man im Alltag so sieht." Es war schon etwas ganz Besonderes, als die ersten Fotos auf digitalem Wege eintrafen. Kristin Petersmann hatte sich entschlossen, Porträts von Bauarbeitern zu machen, die das Straßenbild in New York mit seinen zahlreichen Baustellen prägten. Das bedeutete: Immer wieder die Annäherung suchen, neben Ablehnung auch Zustimmung zu erfahren und die Bereitschaft, ein wenig innezuhalten. An einigen Fotografien lässt sich unschwer ablesen, dass die Porträtierten sich regelrecht Zeit genommen haben, um ein Bild von sich machen zu lassen. Mitunter kann man den Gesichtern einen nachgerade würdigen Ernst ablesen, und das Bewusstsein, hier nicht einfach "geknipst" zu werden.

Auf diese Weise sind zahlreiche Bilder entstanden, von denen nur einige in der Ausstellung gezeigt werden. Die Fotografin hat in verschiedenen New Yorker Stadtteilen gearbeitet und unter anderem auch die Baustelle im World Trade Center District aufgesucht. Mit eben dieser Sequenz wird die Ausstellung auch eröffnet, und gleich das erste Foto, ein "Arbeiter mit Axt", nahezu vermummt durch Bart und Brille, von wuchtiger Gestalt, den der Betrachter beim ersten Hinschauen wohl nicht dem Baugewerbe zuordnen würde, steht beispielhaft für Kristin Petersmanns New Yorker Arbeiterporträts.

Da gibt es den, der gern posiert, den Melancholischen oder den Nachdenklichen. Ein Bauarbeiter raucht in der Mittagspause seine Zigarre und zeigt eine unerschütterliche Präsenz, die er mit Bestimmtheit auch nach der Aufnahme nicht verliert. Eine Frau, selten in dem von Männern bestimmten Baugewerbe, wirkt so gar nicht verloren und schenkt der Fotografin zudem ein Lächeln. Und neben den zahlreichen Arbeitern mit den kräftigen Unterarmen, steht der eher schmächtige, der mit dem Schild "Slow" im Getümmel des New Yorker Verkehrs die Autofahrer durch die Baustelle schleust.

Alles in allem: Kristin Petersmann hat in New York fotografiert, "was man sieht."

(Pressetext der Stadt Osnabrück)

"Leonardo da Vinci - Bewegende Erfindungen"

Sonderausstellung - vom 23.6.2013 bis zum 22.9.2013

Vom 23.6.2013 bis zum 22.9.2013 zeigt das Museum Industriekultur Osnabrück die Ausstellung "Leonardo da Vinci - Bewegende Erfindungen“. Eine Ausstellung, von der Eltern, Großeltern und Kinder gleichermaßen begeistert sind.

Leonardo da Vinci war ein Universalgenie: Maler, Bildhauer, Mathematiker, Astronom und vieles mehr. Erfindungen wie den Flaschenzug, den Nockenhammer oder die Schwenkbrücke zeigt die Ausstellung "Leonardo da Vinci – Bewegende Erfindungen“.

Konzipiert wurde die Ausstellung von der Fachhochschule Bielefeld. Die mit viel Liebe zum Detail konstruierten Modelle zeigen anschaulich, wie die von Leonardo entworfenen Maschinen funktionieren. So kann mit der "Archimedischen Schraube“ Wasser durch Rotation in die Höhe transportiert werden. Mit dem Ratschengetriebe, das viele Hin- und Herbewegungen in eine kontinuierliche Hubbewegung umwandelt, können große Lasten angehoben werden.

Zu jedem Modell sind neben einer Erläuterung auch die entsprechenden Zeichnungen aus Leonardos Skizzenbüchern zu sehen, sodass Idee und Umsetzung direkt verglichen werden können. Die Modelle anfassen und bewegen bedeutet im wahrsten Sinne des Wortes "Leonardo da Vinci begreifen".

In der Ausstellung sind Experimentierstationen für Kinder eingerichtet. An diesen Stationen können kleine mechanische Spielzeuge hergestellt werden. Für kreative Konstruktionen stehen Fischer-, Legotechnik und Metallbaukästen bereit und jeder kann sich an dem Bau der selbsttragenden "Leonardo-Brücke“ versuchen.

Die Gesetze der Mechanik stehen auch im Vordergrund des museumspädagogischen Angebotes für Kindergruppen, Kindergeburtstage und Schulklassen. Nach einem Gang durch die Ausstellung, auf dem die gezeigten Objekte zum Ausprobieren einladen, gehen die Teilnehmer mit Pappe, Zahnrädern und anderen Materialien der Mechanik auf den Grund und verstehen so, was Leonardo da Vinci entworfen hat und wo man seine Erfindungen heute nutzt oder auch nicht.

(Pressetext der Stadt Osnabrück)

"Richtig in Fahrt kommen"

Sonderausstellung - vom 13.5.2012 bis zum 30.9.2012

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In der Zeit vom 13.5.2012 bis zum 30.9.2012 zeigt des Museum Industriekultur die Ausstellung "Richtig in Fahrt kommen" - Automobilisierung nach 1945 in der Bundesrepublik Deutschland.

"Wer den Tod nicht scheut, fährt Lloyd" hieß es in den 1950er Jahren, wenn es darum ging, diejenigen aufzuziehen, die mit ihrem Lloyd LP 300 über die noch nicht sonderlich belebten deutschen Straßen rollten. Der Lloyd war damals einer der meistgekauften Kleinwagen, spartanisch ausgestattet und mit einer Karosserie versehen, die aus mit Kunstleder beklebtem Sperrholz bestand. Doch wer ihn fuhr, hatte ein Dach über dem Kopf und konnte sich stolz Autobesitzer nennen. In der Regel blieb es auch nicht bei dem bescheidenen Einsteigermodell, es folgte die Anschaffung eines größeren Autos, mit dem der deutsche Wirtschaftswunderbürger dann richtig in Fahrt kam.
Wie die Deutschen nach dem völligen Zusammenbruch 1945 mit den Jahren zu einem Volk von Automobilisten wurden, warum der Lloyd - und insbesondere der VW Käfer – zu Symbolen dieser Zeit avancierten, das zeigt die Ausstellung anhand zahlreicher Themen und interessanter Exponate. Die Anfänge in der Kraftfahrzeugproduktion unter der Regie der alliierten Besatzung werden ebenso thematisiert wie die frühen Automobilausstellungen und die Anstrengungen, die einige Tüftler unternahmen, um "fahrbare Untersätze" auf den Markt zu bringen. Vom "Tempo" Dreirad wird die Rede sein, von der Architektur der Tankstellen und den frühen Reisen nach Italien. "DKW ist wieder da!", heißt es euphorisch in einem Werbefilm von denen einige vorgeführt werden. Darüber hinaus können die Besucher selbstverständlich alle Fahrzeuge in der Ausstellung bestaunen.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog und ein umfangreiches Begleitprogramm rund um das Thema Automobil.

(Pressetext der Stadt Osnabrück)

"ALLE BAUEN MIT LEGO"

Sonderausstellung - vom 6.11.2011 bis zum 1.4.2012

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In der Zeit vom 6.11.2011 bis zum 1.4.2012 zeigt des Museum Industriekultur die Ausstellung "ALLE BAUEN MIT LEGO".

Die bunte LEGO-Welt ist immer wieder faszinierend. Für den Spielzeugsammler Jörg Tiesmeyer (Bad Laer) ist sie seit ca. zehn Jahren stetig angewachsen und vielfältiger geworden. Seine umfangreiche LEGO-Sammlung stellt er jetzt im Museum Industriekultur aus.
Jörg Tiesmeyer präsentiert mit seiner Sammlung die LEGO-Entwicklung von ihren Ursprüngen Ende der 40er Jahre bis zur heutigen Zeit. Es beginnt mit einer Einführung in die Entwicklung des Spielzeugs überhaupt, die ersten Holzbauklötze, die auf den "Erfinder" des Kindergartens, Friedrich Fröbel, zurückgehen.
Wie viele andere auch hat das dänische Unternehmen LEGO 1932 mit Holzspielzeug angefangen – durchgesetzt hat sich der klassische Plastikbaustein. 1949 tritt LEGO mit den Noppenbausteinen aus Kunststoff seinen weltweiten Siegeszug an. Das neue Material bereitete jedoch zunächst noch Probleme, es war wenig formstabil und führte zu Farbveränderungen. Mit den hohlen Röhren im Inneren der Bausteine bekam LEGO 1958 das Problem in den Griff und meldete diese Konstruktion zum Patent an. Deutschland wurde seit 1956 beliefert und entwickelte sich zum wichtigsten Markt. Der Erfolg fand Nachahmer. Ein weiteres Thema der Ausstellung sind daher die Plagiate; die vielen, auch weniger bekannten Versuche, das Noppensystem zu kopieren.
Inhaltlich werden folgende Schwerpunkte zu bewundern sein: Zahlreiche Serien zum Thema "Stadt" und "Verkehr" mit dem Schwerpunkt "Eisenbahn". Weiterhin wird der Sport eine zentrale Rolle spielen, vor allem Fußball und der Formel 1-Rennsport. Natürlich sind auch LEGO Duplo dabei sowie die Geschichte des Legoland-Konzepts. Und was wäre die bunte LEGO-Welt ohne all die vielen Werbemittel und Merchandising-Artikel? Von der Kaffeetasse bis zur Zahnbürste und zum Badeschaum ist alles vorhanden.
Natürlich gibt es auch eine Bauecke zum Mitmachen. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Vielleicht entstehen dort auch so schöne Modelle wie der gelbe Bus aus den 1960er Jahren, der das Motto der Ausstellung verkündet: "ALLE BAUEN MIT LEGO".
(Pressetext des Museum Industriekultur Osnabrück)

"zoom - Industriekultur am Piesberg im Blick"

Sonderausstellung - vom 27.6.2010 bis zum 28.11.2010

In der Zeit vom 27.6.2010 bis zum 28.11.2010 zeigt des Museum Industriekultur die Ausstellung "zoom - Industriekultur am Piesberg im Blick".
In der Mitte der 90er Jahre lernten sich einige Frauen und Männer unterschiedlichsten Alters aus verschiedensten Berufen in der Osnabrücker Volkshochschule kennen, weil sie sich in ihrer Freizeit mehr oder minder leidenschaftlich mit der Fotografie beschäftigten. Damals war für diese Gruppe ein Fotoprojekt im Museum Industriekultur von herausragender Bedeutung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fotografierten die von ihnen gesehenen Eigenheiten und Schönheiten des Museums Industriekultur, seine Gebäude und Exponate.

Die besten Fotos aus dem Projekt wurden der Öffentlichkeit 1995 im Rahmen einer Ausstellung in der großen Schalterhalle der Osnabrücker Sparkasse präsentiert. Aus dieser Zeit haben sich Kontakte zwischen einigen Hobby-Fotografen, die auch in der Fotografischen Gesellschaft Osnabrück von 1912 e.V. engagiert sind, und dem Museum Industriekultur Osnabrück erhalten.
Die Liebhaber-Fotografen freuen sich einerseits, dass sie im Museum, seiner Umgebung und im Piesberg immer wieder neue Motive aufspüren und mit ihren Kameras festhalten können, andererseits aber auch dem Museum als wichtiger Kultureinrichtung gelegentlich mit Fotoarbeiten helfen können.
Im Laufe der Jahre sind durch diese Aktivitäten so viele Fotografien entstanden, dass es schwierig war, für eine Präsentation eine Auswahl zu treffen. Was dabei herausgekommen ist, zeigt diese Ausstellung. Es sind Bilder aus dem Museumsarchiv und privaten Quellen, die belegen, wie aus einer vom Zusammensturz bedrohten Ruine der Museumsbau Haseschacht entwickelt wurde und neuere Arbeiten von Heinz-Günther Benecke, Uwe Erfeling-Osterfeld und Heinz Hesse aus dem Haseschacht, seiner Umgebung und dem Piesberg.
(Pressetext der Stadt Osnabrück)

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