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Installationen im öffentlichen Raum von Felice Varini

Geometrische Figur und Architektur - Marktplatz Osnabrück



Geometrische Figur und Architektur –
Installationen im öffentlichen Raum von Felice Varini

Anlässlich des Reformationsjahres 2017 plant die Kunsthalle Osnabrück auf dem Marktplatz in Osnabrück eine Installation des Tessiner Künstlers Felice Varini. Das Projekt entsteht in Kooperation mit dem städtischen Fachbereich Kultur, den Gemeinden der evangelischen Marienkirche und des Osnabrücker St. Petrus Doms und wird von Dr. Julia Dragnović und Valérie Schwindt-Kleveman kuratiert. Die Installation auf dem historischen Marktplatz, dem christlichen Mittelpunkt der Friedensstadt, wird am  April 2017 der Öffentlichkeit präsentiert.

Parallel dazu entwickelt Varini für die Kunsthalle Osnabrück eine ortspezifische Installation im Kirchenraum, die am 6. Juni 2017 eröffnet wird. Hier wird der Positionswechsel des Betrachters eine wichtige Rolle spielen: Gibt einen „richtigen Standpunkt“? Was bedeutet „Zentralperspektive“? Welche Erkenntnisse und Erfahrungen sind in der Lage, die als „falsch“ bezeichneten Perspektiven aufzuschließen? Die Konzeption von Felice Varini wird durch ein gezieltes Vermittlungsprogramm begleitet.  

Das Konzept für den Marktplatz: Mit Klebeband auf die Fassaden der umliegenden Häuser applizierte einfache Streifen und Muster ergeben von einem bestimmten Punkt aus betrachtet eine frappierend einfache und doch komplexe geometrische Figur. Dabei entsteht eine Abhängigkeit zwischen Betrachter-Position und Raumerlebnis. Anders als Osnabrücks wichtigster Vertreter der Konkreten Kunst, Friedrich Vordemberge-Gildewart (1899-1962), der in der Konzentration auf mathematisch-geometrische Grundlagen und die Materialisierung von Geistigem enge Gestaltungsräume geschaffen hatte, wagt Felice Varini mit seinem Konzept die gezogenen Grenzen zu überschreiten und die Subjektivität in den Mittelpunkt zu stellen.

Die geplante Intervention ist auch als Kommentar zur Stadtgeschichte Osnabrücks zu lesen: Varinis Arbeit auf dem Marktplatz rückt die evangelische Marienkirche in den Fokus des Betrachters. Der, will er die „Raumillusion“ erfassen, den katholischen Dom im Rücken haben muss.

Letztlich soll der Versuch unternommen werden, die Frage nach dem eigenen Standpunkt und den Erwartungen gegenüber der Symbolkraft von einfachen geometrischen Formen im städtischen Raum an die Geschichte der friedlichen Koexistenz der christlichen Konfessionen in der Friedensstadt Osnabrück zurück zu koppeln.

Felice Varini wurde 1952 in Locarno, Schweiz geboren und lebt und arbeitet in Paris. Installationen im öffentlichen Raum wie in Museen realisierte er Europa und den USA, seine 2016 wurden seine Arbeiten  in einer Einzelausstellung im MAMO, dem Gebäude von Le Corbusier in Marseille gezeigt. Weitere Informationen zum Künstler : www.varini.org

Ab 3. April haben Sie die Möglichkeit, den Künstler bei seiner Arbeit zu sehen!

April bis November 2017- Marktplatz Osnabrück


Autor/Original von: Kunsthalle Osnabrueck, www.kunsthalle.osnabrueck.de

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