"EBERHARD BITTER"

Ausstellung vom 15.3.2013 bis 20.4.2013

In der Ausstellung "EBERHARD BITTER"

in der GALERIE schwarz | weiss,  vom 15.3.2013 bis 20.4.2013, präsentieren wir erstmals Originale, Grafik und Editionen des in Wuppertal leben und arbeitenden Künstlers.

Kunstwerke der Ausstellung "EBERHARD BITTER"

(zufällige Bildauswahl)

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Der Mensch steht im Mittelpunkt seines Schaffens

Der Mensch steht im Mittelpunkt seines Schaffens. Nicht irgendeine bestimmte Person, sondern der nackte, anonyme Homo Sapiens in seiner körperlichen Ausdruckskraft zwischen Lebendigkeit und Vergänglichkeit. Rund und wohlgeformt ist keiner dieser Körper, die vor hellem oder auch mal vor dunklem Hintergrund agieren.

Wie zerhackt sind Umrisse und Oberfläche durch heftig aufgesetzte Pinselstriche, mit denen Bitter wie ein Bildhauer auf der Leinwand gestisch agiert. Die vielfältigen Emotionen seiner Körper setzt Bitter durch Farbe und Pinseltechnik in eine ausdrucksstarke Malweise um, die ihre Gefühle auf den Betrachter überträgt.

Lebenslauf

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1960 Geburt in Wanne-Eickel / Ruhrgebiet

1976–1979: Ausbildung als Buchbinder bei der Firma W. Girardet, Essen

1981–1987: Studium der Malerei an der Fachhochschule Dortmund bei Prof. Pitt Moog und Prof. Hartmut Böhm

seit 1987: Tätigkeit als freischaffender Maler und Zeichner

2001–2006: Atelier und Wohnsitz in Düsseldorf

seit 2007: Atelier und Wohnsitz in Wuppertal

seit 2007: Lehrauftrag für Freihandzeichnen an der Hochschule Bochum, FB Architektur

seit 2010: Mitglied im Westdeutschen Künstlerbund

Ausstellungen

(Auswahl ab 1999)

2013: RAUMSECHS, Düsseldorf

2013: art KARLSRUHE, Galerie Schöber

2013: GALERIE schwarz | weiss, Osnabrück (E)

 

2012: ART-isotope · Galerie Schöber, Dortmund
2012: Städtische Galerie Herne im Schlosspark Strünkede (E)
2012: art KARLSRUHE mit ART-isotope · Galerie Schöber

2012: Kunstmesse Huntenkunst, Ulft, Niederlande

2012: Kloster Bronnbach

2012: Galerie Sassen, Bonn

2012: RAUMSECHS, Düsseldorf

2012: WOGA Wuppertaler offene Ateliers

2012: Kunstmesse C.A.R, Essen, über ART-isotope · Galerie Schöber, Dortmund


2011: ver.di Bezirksverwaltung · Wuppertal-Niederberg (E)
2011: Kunstmesse „Huntenkunst“ · Doetinchen/Niederlande
2011: Espace Serusier, Chateauneuf du Faou/Frankreich
2011: Kunst im Turm, Lippstadt
2011: WOGA, Offene Ateliers Wuppertal
2011: Contemporary Art Ruhr 2011, Essen mit ART-isotope · Galerie Schöber
2011: Alte Spedition, Gladbeck

2010: ART-isotope • Galerie Schöber (E, K)
2010: Galerie am Dellplatz, Duisburg (E)
2010: „Helden! – Eine getanzte Collage“, LWL-Industriemuseum, Henrichshütte Hattingen
2010: Kunsttage Rhein-Erft, Abtei Brauweiler
2010: Museum am Dom, Würzburg
2010: Galerie Le Pignon, Grootschermer (Niederlande)
2010: 32. Gesamtausstellung des Westdeutschen Künstlerbundes, Stadtmuseum Beckum

2009: Stadtteilgalerie Herne/Wanne (E)
2009: ArToll Kunstlabor, Bedburg-Hau
2009: RAUMFUENF, Düsseldorf (E)
2009: Henrichshütte, Hattingen (E)
2009: Galerie Mühlfeld & Stohrer, Frankfurt/Main (E)
2009: contemporary art ruhr, Essen mit Galerie Schöber

2008: Galerie Art & Weise, Heide
2008: 1. Kunstpreis bei Kunst im Carée, Köln
2008: Kunstverein Dülmen (E)
2008: Flottmannhallen, Herne
2008: RAUMFUENF, Düsseldorf (E)
2008: Galerie am Dellplatz, Duisburg (E)
2008: Galerie le Pignon, Grootschermeer (NL)

2007: ArToll Kunstlabor, Bedburg-Hau
2007: ART-isotope • Galerie Schöber, Dortmund (E, K)
2007: Kunst in der Rotunde, GEA group, Bochum (E mit Peter Buchwald)
2007: contemporary art ruhr, Essen mit ART-isotope

2006: Galerie Haus Isenburg, Kierspe / Arnsberg (E)
2006: Galerie am Werk, Kunstverein Leverkusen (E mit Erika Windemuth)
2006: »ARTor-Wand«, ART-isotope • Galerie Schöber, Dortmund (K)

2005: Städtische Galerie, Coesfeld (E)
2005: »Mawaru-Projekt«, Städtische Galerie, Kamen (E mit Peter Buchwald)
2005: Das große Format, Forum Kunst und Architektur, Essen
2005: Kunstverein Kunstdünger, Valley bei München (E)
2005: ART-isotope • Galerie Schöber, Dortmund (E mit Prof. Jürgen Brodwolf)

2004: Galerie Sehnert, Herne (E)
2004: »Tanz-Körper«, Open Space Theater, Köln (E mit Scott Wells)
2004: Galerie Noran, Lübeck (E)
2004: Tanzhaus NRW, Düsseldorf (E)

2003: Offenes Atelier, Zeche Zollverein, Essen (E)
2003: »Ruhelos«, Städtische Galerie, Emmerich
2003: Galerie Noran, Lübeck (E)

2002: ART-isotope • Galerie Schöber, Dortmund (E)
2002: Galerie Elitzer, Saarbrücken (E)
2002: »Ruhelos«, Forum Bildender Künstler, Essen

2001: »Mawaru-Projekt« Galerie HO, Berlin (E mit Peter Buchwald)
2001: »Ruhelos«, Galerie Agnes Raben, Voerden / NL

2000: »Tuchfühlung / Körperkonturen«, Velbert-Langenberg
2000: »Mawaru-Projekt«, Museum Gelsenkirchen (E mit Peter Buchwald)
2000: Kunstverein Paderborn (E)

1999: Galerie Dito, Recklinghausen (E)
1999: Kunstverein Wesseling (E)
1999: Galerie Noran, Münster (E)

 

(E) = Einzelausstellung - (G) = Gemeinschaftsausstellung

Kunstpreise und Auszeichnungen

2000: Kunstpreis Wesseling • 3. Preis

2009: Kunst im Carrée, Köln • 1. Preis

Kunstwerke in öffentlichen u. privaten Sammlungen

13-teilige Werkreihe "Köpfe“ - Museum am Dom, Würzburg

Fotoimpressionen der Vernissage zur Ausstellung "EBERHARD BITTER"

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Werke von Eberhard Bitter in der GALERIE schwarz | weiss in Osnabrück

Von Tom Bullmann im Feuilleton der Neue Osnabrücker Zeitung vom 15.3.2013

Bisweilen morbide Atmosphäre

Die Bilder von Eberhard Bitter muss man sich als Originale anschauen: Keine Fotografie als Abbildung im Katalog oder im Internet verschafft dem Betrachter das Erlebnis, das er bekommt, wenn er diese vehement wirkenden Bilder in einer Galerie betrachtet. Zurzeit ist das in der GALERIE schwarz | weiss möglich, die bis zum 20. April zahlreiche Werke des in Wuppertal lebenden Künstlers zeigt.

Ist es ein Ausdruck der Lebensfreude, der Trauer, des Schmerzes oder einfach nur pure Aggression? Unter dem Titel "Man hat ja nur sich" hat Bitter ein Bild gemalt, auf dem ein nackter Mann zu sehen ist, der schreit. Lauthals schreit. Ein Arm ist nach oben gereckt, eine Hand bedrohlich wie eine krallenbewehrte Pranke nach vorn gestreckt, den Mund weit aufgerissen.

Diese Ambivalenz, dieses Nicht-definieren-Können, was man sieht, charakterisiert die meisten Werke Bitters. Da wundert es nicht, dass ein Exponat den Titel "Ein eindeutiges Vielleicht" trägt, auf dem ein Mann und eine Frau sich näher kommen.

Doch die extreme Bewegung, in der sie vom Künstler eingefroren wurden, gibt keinen Aufschluss darüber, ob es sich hier um einen heftigen Akt der Liebe, der Gewalt oder einfach nur um einen künstlerischen Ausdruck handelt.

Den Menschen in seiner natürlichen Nacktheit malt und zeichnet Bitter. Da findet man Körperstudien, Menschen in Bewegung, bei Luftsprüngen festgehalten, oder statisch, als Akt oder Studie oder Porträt. Das Faszinierende am Stil dieses Malers: Er bringt seine Farbe so grob, pastos, expressiv auf die Leinwand, dass man, von Nahem betrachtet, höchstens eine menschliche Figur erkennt. Wenn man mit der Nase fast die Leinwand berührt, hält man das Erblickte für fantastische abstrakte Malerei, wild und grob.

Je mehr man sich allerdings vom Bild entfernt, desto mehr erschließt sich das Wesen, der Ausdruck der Kreaturen, die hier ihre Emotionen verschleudern. Ist es Macht oder Zuneigung, mit der ein Mann einer Frau ins Gesicht fasst, um so den Kopf nach hinten zu reißen? Sind die Kreaturen tot oder lebendig, die ohne Augen in merkwürdigen Kartons hocken?

Es ist eine brutale Nähe, die Bitter aus der Distanz betrachtet aufbaut. Der Mensch reißt seinen Schutzwall ein, zeigt sein immens starkes Ich, schreckt ab oder macht sich angreifbar. Das Existenzielle in den Bildern führt auch dazu, dass bisweilen eine ausgesprochen morbide Atmosphäre entsteht. Wie Außerirische mit glühenden Augen wirken dann seine Wesen, und in einem anderen Werk erheben drei Menschen ihr Haupt zu einem vierten, der in merkwürdiger Körperhaltung über ihnen wie aufgebahrt wirkt. Totentanz oder Theater?

Wenn der Künstler zeichnet, wird es friedlicher: Die gezeichneten Körperstudien zeigen Menschen, die miteinander tanzen, die Sport treiben, oder es handelt es bei den Arbeiten mit Tusche oder Grafit um Akte. Obwohl auch hier eine Tendenz zum Abstrahieren oder Andeuten erkennbar ist: Bei den Zeichnungen braucht man nicht den Standort zu wechseln, um unterschiedliche Faszinosa ausmachen zu können.

 

GALERIE schwarz | weiss (Seminarstr. 35): Malerei und Zeichnungen von Eberhard Bitter. Bis 20. April. Mo.–Fr. 10–18 Uhr, Sa. 10–14 Uhr. Infos unter www.galerie-schwarz-weiss.de

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