- Anzeigen -

Archiv für News und Neues aus Dezember 2011

Archivierte News, Berichte, Meldungen und Informationen der GALERIE schwarz | weiss zur Kunst, Künstlern, Ausstellungen und Kunstszene Osnabrück des Monats Dezember 2011.

''Ansichten zum Menschsein" von Axel Gundrum - Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück

16.12.2011 - Vom 16.12.2011 bis zum 18.3.2012 werden in der Ausstellung ''Ansichten zum Menschsein" von Axel Gundrum im Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück über 40 Porträtgemälde im Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück gezeigt. Sie stammen zum größten Teil aus dem Privatbesitz engagierter Sammler. In der Zusammenschau stellen die Arbeiten ein breites Spektrum menschlichen Daseins vor.

"Der Untergang des Abraham Reiss" von Jeroen Krabbé - Felix-Nussbaum-Haus

10.12.2011 - Heute beginnt die neue Ausstellung "Der Untergang des Abraham Reiss" von Jeroen Krabbé im Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück.

Jeroen Krabbé (*1944 Amsterdam) ist Schauspieler, Regisseur und bildender Künstler. Bekannt geworden ist er unter anderem durch seine Rolle als General Georgi Koskov in „James Bond 007 – Der Hauch des Todes“ (1987). Im Jahr 2008 gab er zum ersten Mal eine Übersichtsausstellung seiner Gemälde und Zeichnungen im Museum de Fundatie in Zwolle.

Neue Osnabrücker Zeitung berichtet zum Piepenbrock Kunst Förderpreis 2011

"Die Jury war sich sehr schnell einig"

9.12.2011 - Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet zum Piepenbrock Kunst Förderpreis 2011. Mehr dazu auch in der Online-Ausgabe der Neue Osanbrücker Zeitung:

Piepenbrock Kunst Förderpreis 2011 - Fotoimpressionen

an der Universität Osnabrück

Piepenbrock_Kunst_Foerderpreis_2011_02.jpg Piepenbrock_Kunst_Foerderpreis_2011_03.jpg Piepenbrock_Kunst_Foerderpreis_2011_04.jpg Piepenbrock_Kunst_Foerderpreis_2011_06.jpg

Piepenbrock Kunst Förderpreis 2012 - Universität Osnabrück

Piepenbrock_Kunst_Foerderpreis_2011_gr.jpg

9.12.2011 - Heute Abend, am Freitag den 9.12.2011 ab 18:00 Uhr, wird im Zeichensaal des Fach Kunst der Universität Osnabrück der Piepenbrock Kunst Förderpreis 2011 verliehen und die angebundene Ausstellung eröffnet.

 

Zur Begrüßung der Preisverleihung sprechen Herr Prof. Dr. Claus Rainer Rollinger, der Präsident der Universität Osnabrück und Herr Prof. Claude Wunschik vom Fachbereich Kunst an der Universität Osnabrück. Im Anschluss hält Frau Dr. Katja Lembke, Direktorin des Niedersächsischen Landesmuseum Hannover einen Vortrag.

Neue Osnabrücker Zeitung berichtet zu "overview 11"

8.12.2011 - Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet zur aktuellen Ausstellung "overview 11" in der GALERIE schwarz | weiss:

Empfang zur Ausstellung "overview 11" in der GALERIE schwarz | weiss

Ausstellung_overview11_01.jpg

2.12.2011 - Heute Abend um 20:00 Uhr, findet ein vorweihnachtlicher Empfang zur Ausstellung "overview 11" in der GALERIE schwarz | weiss statt.

 

In der Ausstellung vom 18.11.2011 bis 15.1.2012 sind die Künstler Helle Jetzig mit Malerei auf Schwarzweißfotografie, Stephan Kaluza mit Malerei in Öl auf Leinwand, Jörg Kujawa mit Malerei in Öl auf Leinwand und Holz, Sebastian Osterhaus mit Malerei auf Leinwand, sowie Handzeichnungen und Arsentij Pawlow mit Malerei auf Leinwand und Collagen vertreten.

mehr zu den teilnemenden Künstlern:

75 Jahre Haus der Kunst

Pressemitteilung

1.12.2011 - 2012 wird das Haus der Kunst an den 75. Jahrestag seiner öffentlichen Einweihung im Sommer 1937 erinnern. Aus diesem Anlass wird eine Ausstellung, die sich direkt auf Dokumente, Objekte und Bilder aus eigenen Archiven sowie anderen historischen Sammlungen in Deutschland stützt, umfassende Überlegungen und einen Überblick zum Erbe des Hauses präsentieren.

Vorläufer des Haus der Kunst war der Glaspalast, den August von Voit 1853/54 für die Erste Allgemeine Deutsche Industrie- und Gewerbeausstellung gebaut hatte. Der Glaspalast war eine große, offene und moderne Glas- und Eisenkonstruktion. Er entwickelte sich zum größten Ausstellungsforum von München, bis er in der Nacht auf den 6. Juni 1931 niederbrannte. Nach dem Brand plante das bayerische Kultusministerium ein neues Ausstellungsgebäude als Ersatz für den Glaspalast, diesmal aus Stein.

Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, wurde der Architekt Paul Ludwig Troost mit dem Bau eines "Hauses der Deutschen Kunst" beauftragt. Troost war bis dahin vor allem für seine Ausstattung der Luxusdampfer der norddeutschen Lloyds bekannt. Das Gebäude, das er entwarf, war in gewisser Weise eine Antithese zum Glaspalast: Ein säulengeschmückter neoklassischer Tempel für Kunst, der hinter seiner Naturstein-Fassade eine moderne Stahlskelett-Konstruktion und eine innovative Haustechnik verbirgt.

Nach seiner Eröffnung 1937 war das Haus der Deutschen Kunst ein Instrument für die Propaganda der Nationalsozialisten und die Zurschaustellung ihrer Kulturpolitik. Von 1937 bis 1944 wurde jährlich die Große Deutsche Kunstausstellung veranstaltet - Verkaufsausstellungen, die man als die wichtigsten Ausstellungen für "echte deutsche Kunst" betrachtete.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt das Haus der Kunst seinen jetzigen Namen und suchte wie der Großteil der Kultur in Deutschland Anschluss an die internationale Moderne. Unter dem Oberbegriff der Umerziehung veranstaltete es Ausstellungen wie "Altdeutsche Meister" (mit Werken aus den zerstörten Pinakotheken), "Das Jugendbuch" (das erste internationale Ereignis im Nachkriegsdeutschland) und "Französische Malerei vom Impressionismus bis zur Gegenwart". Ein Meilenstein war die Pablo-Picasso-Retrospektive von 1955, wo "Guernica" gezeigt wurde, eine Ikone antifaschistischer und moderner Kunst. Im selben Jahr eröffnete Arnold Bodes documenta 1 in Kassel. Die Verbindung zur internationalen Moderne wurde hergestellt, indem man Künstler aus der Femeschau "Entartete Kunst" zeigte, die 1937 in Gehweite vom Haus der Kunst in den Hofgarten-Galerien stattgefunden hatte.

1992 wurde das Haus der Kunst in die Rechtsform "Stiftung Haus der Kunst München, gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH" überführt. Sie basiert auf einem Modell öffentlicher und privater Förderung. Christoph Vitali wurde 1993 der erste Direktor. Bis dahin war die Option, das Haus der Kunst als Relikt des "dritten Reichs" abzureißen, noch offen geblieben. Vitali selbst war jedoch überzeugt, dass "Mauern keine Schuld tragen". Sein erstes Projekt, "Elan vital. Das Auge des Eros" war exemplarisch für ein Programm, das die Kunst der klassischen Moderne in den Mittelpunkt rückte und zugleich ausgewählte Positionen der Gegenwartskunst berücksichtigte. Das Engagement für zeitgenössische Kunst wurde von Vitalis Nachfolger Chris Dercon noch stärker betont. Sein Programm stand unter der Prämisse, dass die Architektur des Gebäudes eine kongeniale Umgebung für zeitgenössische Kunst darstellt. Diese Überzeugung teilte er mit den Künstlern, die er zu Ausstellungen im Haus der Kunst einlud. Rem Kohlhaas hat das Haus der Kunst in mehreren Publikationen und Vorträgen als "Aura-Maschine" bezeichnet.

Das Nachdenken über den komplexen und komplizierten historischen Prozess, der das Haus der Kunst in seiner heutigen Form hervorgebracht hat, hat mit der Öffnung der historischen Archive und dem "kritischen Rückbau" des Hauses unter Okwui Enwezors Vorgänger Chris Dercon begonnen; es setzt sich bis in die Gegenwart fort. Die Befragung von Architektur und Erbe des Hauses wird eine dramatische Neuorientierung erfahren, wenn im Sommer 2012 eine umfassende Ausstellung von Archivmaterial stattfindet, und Anfang 2013 schließlich eine Dauerausstellung dieser Dokumente eingerichtet wird.

2012 begeht das Haus der Kunst mit "75/20" einen doppelten Jahrestag, der die wichtigen Veränderungen beleuchtet, aus denen sich das heutige Ausstellungshaus entwickelt hat. Von Vitalis "Elan vital" bis Dercons "kritischem Rückbau" wird das 75/20-Jubiläum die Gelegenheit bieten, das Haus der Kunst als das, was Okwui Enwezor ein "reflexives Museum" nennt, kennen zu lernen.

"Ich bin ebenso wie meine Vorgänger Christoph Vitali und Chris Dercon der Überzeugung, dass wir dieses Material nicht nur unbedingt zeigen müssen: Vielmehr müssen wir es in einen Zusammenhang stellen, wir müssen uns bemühen, es zu de-fetischisieren, wir müssen uns bemühen, es zu entmystifizieren." (Okwui Enwezor)

Die Präsentation des Archivs innerhalb einer größeren Ausstellung wird sich im Rahmen des Wechselspiels zwischen Tradition und Avantgarde mit den - in Enwezors Worten - "historischen Ereignissen im Konflikt" befassen. Eines der Kernstücke der Ausstellung "75/20" (10. Juni 2012 - Januar 2013) werden die Großen Kunstausstellungen sein, jährliche Ausstellungen, die bis heute im Haus der Kunst stattfinden, und die aus den 1948 gegründeten Münchner Künstlerverbänden hervorgegangen sind. Die Archive des Haus der Kunst und der Münchner Künstlerverbände werden hier als Teil der Nachkriegsgeschichte des Hauses zusammengeführt.

Weiterhin wird "75/20" auch Werke umfassen, die 1937 in der Ausstellung "Entartete Kunst" gezeigt worden waren, und im Kontrast dazu Arbeiten aus den Großen Deutschen Kunstausstellungen.

nach oben | zurück | drucken